Zugänglichkeit
Zugänglichkeit beschreibt die barrierefreie, inklusive und diskriminierungsfreie Erreichbarkeit der Verkehrs- und Mobilitätsangebote für alle Nutzungsgruppen, insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität. Zugänglichkeit ist ein wichtiger Aspekt der Mobilität. Barrierefreie Infrastruktur, Information und Fahrzeuge ermöglichen es Menschen, sich frei zu bewegen und ihre täglichen Aktivitäten auszuführen. Grundsätzlich sollten alle Menschen gleichermaßen Zugang zu Mobilitätsangeboten haben. Zugängliche Verkehrsangebote sind bedürfnis- und nachfrageorientiert und generieren eine hohe Nutzungsakzeptanz, unabhängig von persönlichen Fähigkeiten, Alter, Gesundheit oder sozialem Hintergrund. Dies umfasst beispielweise Rolltreppen oder Aufzüge, abgesenkte Bordsteine, taktile Leitsysteme, Rampen, niederflurige Fahrzeuge oder digitale Fahrgastinformationen.
Funktionales Stadtgebiet
Das funktionale Stadtgebiet umfasst die Stadt selbst und das angrenzende Umland (Kreise und Kommunen) bzw. Verflechtungsräume, die durch Pendelverkehr, wirtschaftliche Beziehungen und Alltagsmobilität eng verbunden sind. Die Planung nachhaltiger Mobilität berücksichtigt die verkehrlichen Wechselwirkungen mit dem Umland und strebt eine hohe Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sowie eine zuverlässige Erreichbarkeit mit vielfältigen Mobilitätsangeboten und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur an.
Hochwertiges Mobilitätsangebot
Ein hochwertiges Mobilitätsangebot ist ein Verkehrs- und Mobilitätsangebot bzw. ein vernetztes Verkehrssystem, das zuverlässig, pünktlich, komfortabel, sicher, nachhaltig und nahtlos nutzbar ist. Grundlage sind hochwertige und leistungsfähige Infrastrukturanlagen. Ein hochwertiges Verkehrs- und Mobilitätsangebot ist ein Angebot, das sich auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzenden ausrichtet und auch verschiedene Optionen und Alternativen bereitstellt. Beispiele sind Echtzeit-Fahrgastinformationen, multimodale Knotenpunkte mit klarer Wegeführung oder komfortable Umsteigezonen.
Verkehrssicherheit
Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollten Verkehrssysteme so gestaltet sein, dass Unfallrisiken minimiert bzw. Unfallfolgen gemindert werden. Sicherheit erfordert die besondere Berücksichtigung ungeschützter bzw. schutzbedürftiger Verkehrsteilnehmenden, wie beispielsweise Kinder und Ältere. Sie wird u. a. durch infrastrukturelle Maßnahmen wie gesonderte Wegeführungen, Querungen und Lichtzeichen, geschützte Radwege oder Geschwindigkeitsbegrenzungen erreicht. Eine sichere Verkehrsinfrastruktur ist damit nicht nur sicher für bestimmte Gruppen, sondern für alle.
Nachhaltige Mobilität
Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Mobilität umfasst umweltfreundliche, ressourcenschonende, sozial gerechte und wirtschaftlich tragfähige Verkehrsangebote sowie ein kulturelles und institutionelles Zusammenwirken aller Beteiligten, um aus dem verantwortlichen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen einen fairen Konsens zwischen den Interessen heutigen und der künftigen Generationen zu erwirken und eine Steigerung der Lebensqualität zu erzielen.
Emissionsarme Mobilität
Emissionsarme Mobilität zielt auf die Reduktion von Treibhausgasen, Luftschadstoffen und Lärmemissionen ab. Dies kann durch Vermeidung, Verlagerung und Verbesserungen des Verkehrs und der Verkehrsmittel sowie durch Elektro-Antriebe erreicht werden. Beispiele für die Ziele sind etwa die Umrüstung auf saubere Fahrzeuge, die Stärkung des Umweltverbunds oder die Einführung intelligenter Verkehrssteuerung.
Zusätzlich für städtische Knoten: Gesamtleistung
Städtische Knoten spielen im Transeuropäischen Verkehrsnetz eine wichtige Rolle für den Personen- und Güterverkehr innerhalb des Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Die Gesamtleistung zielt auf eine Verbesserung von Effizienz, Anschlussfähigkeit und Resilienz des TEN-V-Netzes bei gleichzeitiger Einbindung städtischer Knoten ab. Zur Betrachtung gehören sowohl Straßen- als auch schienengebundene Verkehre und Wasserstraßen.